übergienen,
V.
›jn. (einen früher Quicklebendigen) in gähnender Langeweile versinken lassen‹ (vom Verhalten der Ehefrau gegenüber dem Ehemann gesagt); vgl. (Präp.) 10, (V.) 2; 3; 4.
Genaue Interpretation beider Belege unsicher.

Belegblock:

Euling, Kl. mhd. Erz. (
nobd.
,
E. 15. Jh.
):
Ich weys kein thir das sein zen pleckt und weyst, | das herter und ubler den ein focz peyst. | den sie zü eygen hat ubergint, | das der selb nymer rẅ gewint.
Sachs (
Nürnb.
1557
):
Wie rhätst, fräwlein, ich wil es wagen | Und wil in
[
feyhel
›Kothäufen‹]
dem hofgsind heim-tragen, | Und welcher ihn denn ubergint, | Derselb ist gewiß ein ehkindt.