übergeschrift,
die
;
-Ø/-en
.
›Gravur, Inschrift‹ (z. B. auf einem Grabmal); ›Titel, Überschrift eines Textes‹; zu (Präp.) 1, 5.
Obd.
Syntagmen:
die / eine ü
. [wie]
stellen, jm. lesen
;
eine ü
. (Subj.)
etw. leren, auf dem pfennig gestiftet sein
;
die ü. des briefes / grabes
;
der stein mit einer ü
.

Belegblock:

Turmair (
Nürnb.
1541
):
Diser Alanus ist in die zal der götter [...] geschriben; dann es ist noch ein stein vorhanden im Salzburger land mit diser übergeschrift.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
E. 14. Jh.
):
Die bredige usser sant Matheus ewangelio [...] von der úbergeschrift des pfenniges lert tringen durch alle zuͦvelle in Got mit vil guͦter merglicher underscheide waz darzuͦ hindert.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 269, 27
(
Hagenau
1534
):
Auff eyn zeyt hat eyn bawer [...] eyn brieff an hoch gedachten Chuͤrfürsten geschriben / und die ubergeschrift also gestelt / Dem dürchleuchtigen [...].
Bremer, Voc. opt.
12095
(
oalem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Epitafium [...] v́bergeschrift [...] (Hoc) Epytaphyum est scriptura breuis sepulchro alicuius hominis defuncti superscripta ad laudes et ad mores [...]. Et dicitur ab epy, quod est supra, et thapos, quod est lapis, quasi superscripcio lapidis.
Wyss, Luz. Ostersp.
6546
(
Luzern
1545
):
Wess ist das bild vnnd übergschrifft, | so vff dem pfenning ist gestifft?
Roth, E. v. Wildenberg (
moobd.
,
v. 1493
):
do lasen die Tennen die ubergeschrift „dem hertzogen von Perg“ fur „Beirn“, mit dem ward der guͦt ritter erledigt aus der grossen not.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel ;
Roder, Hugs Vill. Chron. ;
Vgl. ferner s. v.
1
8.