übergenügen,
V.
›im Überfluss vorhanden sein‹; ›von etw. überfließen‹; vgl. (Präp.) 10, (V.) 1.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
übergenucht
›Überfluss, Übermaß e. S.‹ (auch von negativ Bewertetem, z. B. einer
sucht
3,
unfure, unzucht
gesagt),
übergenüchtig
,
übergenug
›übermäßig; überreich ausgestattet‹.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Nicod. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Ich was so siech, daz ich stanc | den luten und mir selben zu; | ich qual et spat unde fru | von miner suhte ubergenuht.
Ders., H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Swelch sele sich nicht richtet | Nach Gotes art, von der sie vert, | Die wirt hir schire vorhert | Von des vleisches unzucht, | Swen iz hat uber genucht | Menschlicher unvure.
Luther, WA (
1535
/
8
):
Were es nicht sunde gnug und ubergnug, das wir solchs trewen Heilands und Vaters befehl liessen anstehen und nicht hielten.
Schmidt, Rud. v. Biberach
125, 6
(
whalem.
,
1345
/
60
):
die [heiligen] an dem [geiste] vbertreffent vnd vbergnu̇chtig (superabundanter) sint, die vberwallend.
Schmitt, Ordo rerum
605, 6
(
salem.
,
2. Dr. 15. Jh.
):
Exuberare [...] úbergnuͤgen [...] obermogen [...] vber genüg sein.