überfrieren,
V., unr. abl.,
mit grammatischem Wechsel (von
-s-
her; vgl. die Formen
überfros, überfreust, überfrewset
).
›überfrieren, zufrieren‹; vgl. (Präp.) 1; 3.
Obd.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 5, (V.) 3.
Syntagmen:
ein flus
/
1
mos / wasser, die Iller / Pegniz ü
.;
das mer, die Donau überfroren sein
;
der überfrorene flus / se
.

Belegblock:

Chron. Nürnb. (
nobd.
,
15. Jh.
):
und was grim kalt, [...], und weret 4 tag, das die Pegnitz überfros.
Niewöhner, Teichner
594, 84
(Hs. ˹
önalem.
,
um 1433
˺):
ditz welt ist miner noch me | als ain uberfrorner se: | wer sich dar uff wandeln wil, | daz ist ain gewagtez spil.
Maaler (
Zürich
1561
):
Das meer ist Vberfroren oder überflossen.
Vberfrieren / Befrieren.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
Ain wazzer ist in dem land Perside, daz überfreust all naht.
Gereke, Seifrits Alex.
2372
(
oobd.
, Hs.
1466
):
das selb wasser Tigris | hat die art und die weis | das es durich das lang jar | des nachtes uber frewset gar.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
Wen obgenante mos und enge der sê überfrurn, mochten si gar wol über, dorften nit vil müe.