überfeld,
Adv.
›vom Orientierungsstandort (z. B. von zu Hause) aus gesehen mehr oder weniger weit weg, in einer für gewisse Zwecke günstigen Entfernung nach draußen‹; umgekehrt gesehen (1 Beleg): ›von einem entfernten Ort zum Orientierungspunkt hin‹; vgl. (Präp.) 3.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
233, 5821
(
Magdeb.
1608
):
Bistu
[Bezug auf
Mann
]
lang satt spazieren gangen? | Jch mein der junckherr hat verlangen / | Welt dich gern schicken vberfeld. | Bedarffstu hinfort nimmer geld?
Maaler (
Zürich
1561
):
Jch kommen Vberfaͤld haͤr / oder auß froͤmden landen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Der [paur] thette dergleichen, als ob er überfeldt wandlen und etlich tag ussbleiben müeste.
Winter, Nöst. Weist. .