überessen,
V., unr. abl.
›sich überessen, übermäßig viel essen‹; wie 1; 2, , , , , (
die
) 3, , als weltliches und geistliches Fehlverhalten betrachtet; vereinzelt von Tieren gesagt, dann: ›sich überfressen‹; ütr. auch: ›übermässig genießen‹; zu (Präp.) 10, vgl. (V.) 1; 2.Phraseme:
überessen und übertrinken
.Syntagmen
(refl.): sich ü
. (auch vom Wolf gesagt); subst.: das überessen meiden
; überessen eine todsünde sein
; mit überessen frevel / unzucht begehen, j. von überessen abgezogen
(sein).Wortbildungen:
überas
über
, Präp., 10, 1
as
1; dazu bdv.: , ), Belegblock:
Gut brot ist also eze | Daz des niemant wirt ubereze.
Das man uberessen, ubertrincken, muͤssig geen unnd andere ursachen der unkeuscheyt nicht gemyden hat.
Wilt du deß nachts wol ruwen, soltu deß abends dich nicht überessen.
der tot nimet, oberhand ober oberaz, ubertrank, unkuscheit, tanzen und turney und ander suͤndliche dinc.
das Got lernet [...] die entwentten von der milg der wollust und uberessen und abgeczogen von den brüsten der werentlichen begirlikeit.
die sehste totsúnde, das ist vnmaße vnd v́ber essen vnd v́ber trinken.
Uf einmal het sich ein Wolff uͤberessen, der verhieß Got, kein fleisch me zuͦ essen.
Adam [...] begiret des oͤpfels; do her ruret, vberessen vnd vbertrincken sig ein tod sund.