überab,
Adv.
›nieder, hinab, [von wo] herunter‹; vgl. (Präp.) 2,
1
2.
Wortbildungen
(unfest, teils auch als Syntagma auffassbar; in Auswahl):
überabfallen
›kopfüber abstürzen‹,
überabstechen
,
überabstürzen
›kopfüber abstürzen‹ (intrans.) sowie ›jn. kopfüber hinunterstoßen‹,
überabwerfen
.

Belegblock:

Bachmann u. a., Volksb. (
alem.
,
15. Jh.
):
Da wurfen sy in im zuo dem dritten mal über ab.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst (
Straßb.
1522
):
Der Obentuͤrer [...] sprang uff dem Seil, [...], das der uͤberabfiel und fiel fast uͤbel.
Bachmann, Morgant (
halem.
,
1530
):
Rengnold zoch sin schwert uß und stach es durch den heid und zog in überab und sprang uff Bayard.
Wie ein junger rytter Richarden und Ollyfier im stächen überab stach.
Maaler (
Zürich
1561
):
Vberab stürtzen abhin werffen. Precipitare, Præcipitem dare, In præceps dare.
Baumann, Bauernkr. Oberschw. (
schwäb.
,
v. 1542
):
Der erst [sturm] schuß traf aynen auf dem graben bey dem thorhewßlin, das er uber abfuel.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
die andern [...] zogen ime die hosen überab und strichen im ein guete producten ab.