österreich,
Ländername.
›Österreich als Land im jeweils pro Geschichtszeit verstandenen Sinne‹, damit ohne Angabe von Grenzen; somit auch Tendenz zu ›östlich vom Betrachterstandpunkt gelegenes Land‹; die gleiche Offenheit gilt auch für die Wortbildungen.
Bedeutungsverwandte:
8, .
Wortbildungen:
österreicher
(Adj.),
österreichisch
(von der Sprache, von den Lehensabhängigkeiten sowie von der Art der Feldbebauung gesagt).

Belegblock:

Schmitt, Ordo rerum
127, 20
(
omd.
,
1466
):
Australis osterricher.
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
115, 3
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
mancherley veltbestellung vnd schicklichheytt, so jn meynen zeytten zu Behem, zu Bolann vnd Breussenn vnd zuletst jn Osterreych gebraucht jst worden.
Voc. Teut.-Lat.
y ijr
(
Nürnb.
1482
):
Osterreych ein lande. austria.
Wiessner, Wittenw. Ring
7673
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Wien in Osterreich ist gewachsen, | Halberstat daz stet in Sachsen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Nu waren der zeit herr Wörnher und herr Gotfrid, [...], all freiherren zu Zimbern, österrichische lehenleut.
das hat der Schwab uf sein gut Österreichisch geredt.
Also gedacht der kaiser an seinen alten würt, [...], fragt im nach uf Österreichisch: „Wo ist der farzer von Buchorn?“
Henisch
224 (Augsb. 1616):
Bayrland, [...] ist vor zeite͂ groͤsser gewesen / als jetzu͂d / hat sich erstreckt biß an das Trientisch gebuͤrg / begriefft ober vnd nider Kernten / ober Steyrmarckt vnd Oesterreich.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
62, 3
(
mslow. inseldt.
,
1582
):
der Ehrnveśt herr horuath Jśtwan, mit śeinem diener Georgen Florian von Womeśfris aus OśterReich, vnd hat Vns angeZeigt, das [...].