öre,
1.
›kleine Öffnung am Handende der Nadel, durch die der Nähfaden gezogen wird‹; ›Öffnung in einem Schlagwerkzeug für den Einsatz eines Stieles, für einen Werkzeugstiel‹ (z. B. der Axt, einer Haue).Belegblock:
Jch mach Nadel auß Eysendrat | [...] | Darnach ichs feyl / mach oͤhr vnd spitzn.
Von einem perck eisen und steinext öer zu stecheln acht und 10 phenning.
dur einer nâdel œre | ein kemeltier ê gienge | ê daz in got enpfienge.
ez ist leihter eim chemblin dvrchzgan dvrch einer nadeln ör
[
Nadel öhreLuther
1545: Mt. 19, 24: ]
wan [...]. fabro, quod [...] 2 ansas vulgo yrer ad 2 kylhawen paravit asp. 4.
2.
›Handhabe an einem Geschirr, an einem Gefäß angebrachter, einem or
1 verglichener Griff‹; als Metonymie daran anschließbar: ›Gefäß, Weinmaß‹.Belegblock:
„Do qwam der geroste unde brachte eynen morsser uff seyme halsse unde warff on yn die wogen das om eynn ör zubrach.“ [...] man vant das der kelch das ör vorlorn hatte.
ein zwifach vergült knorrat koppflein mit eym einfachen ör, wag 3 marck.
Ohr / oͤhre Handhab einem Ohr gleichend.
Iacinctin oren
[1475
circkel1
: ;
schleufflinLuther
1545, 2. Mose 26, 4: ]
mache an den seytten vnd in den obersten teilen der vmbheng. Oer / handhabe. Ansa [...]. das Oer od’ handhaben hat.
sie gaben ain ören wein um 10 ℔ Perrner.
Meinem swoger [...] einen flaͤdrein chopf mit einem sylbrein oͤr.