ölmage,
der
;
-s/-n
.
›Mohn‹ (als Pflanze und als ölhaltiger Samen); botanischer Bezug am ehesten auf ›Schlafmohn, Papaver somniferum‹;
vgl. 1,
1
.
Zur Sache:
Marzell
3, 561
 ff.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
ö. [wo] finden, die ölmagen begiessen / knisten
;
der ö. mit blumen
;
der gelbe / gehörnte / schläfige ö
.;
der wurz des ölmagen
.
Wortbildungen:
ölmagenkolbe
,
ölmagenmilch
,
ölmagsame
.

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
x viijv
(
Nürnb.
1482
):
Olmahenmilch. opiu͂ est spe͂s aromatica. s. lac papaueris.
oͤlmagsamen / Du pauot, papauer.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
der sam des habers brent es [feld], brennend ŏch die oͤlmagen begossen mit dem vergessingen schlaff.
und am andern tag [sol] die wurtz des schlaͤffigen oͤlmages geknist und mit saltz gemist den dúrstenden geben werden
(Mittel gegen die Erkrankung von Schweinen).
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
1812
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein kindlin ligt auf einer lewenhaut schlaffendt, hatt in der lincken hand zwen ölmagenkolben oder maagsatz von weissem marmo.
Rauwolf. Raiß
8, 10
;
Ebd.
9, 31
;
Bremer, Voc. opt.
50230
;
Voc. Ex quo P
94
;
Vorarlb. Wb.
2, 606
;