ölkuchen,
der
.
›ein mit Öl angemachter Kuchen (für Opferzwecke, nach dem Alten Testament)‹; ütr.: ›als Kuchen gedachter Rückstand beim Auspressen ölhaltiger Samen‹ (zum Zwecke der Herstellung von Ködern beim Angeln);
vgl. 1, 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
158, 11
(
osächs.
,
1570
/
7
):
so lesset er [mülherr] dieselbige [malmühle] auch umb die dritte nutzung am schlagelohn und ohlkuchen.
Ebd.
182, 1
:
Ohlkuchen ein vierling, lege den in ein wasser, darinne die fische seind und las darinnen einen tag oder viere. Nim ohlkuchenmehl, knete das mit rindesdärmern, darnach mache welgerlein daraus und steck es ahn.
Ebd.
187, 11
:
Nim ohlkuchen, knete den mit rindernem kehse, darnach mach kuchlein daraus und stecke sie in die reusen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
so werden geopffert brot besprengt mit ole on hefel
.
vnd derbe eier fladen gemischt mit ole vnd gesotten semelmel vnd simlin olkuͦchen
[nd. Bibel 1478:
weytenbroet vnd pletseghen ghemenghet myt olie
;
Luther
1545, 3. Mose 7, 12:
semelkuchen mit ole
]
besprengt zuͦ der mischung.
Ermisch u. a., a. a. O.
198, 30
.