ölen,
öleien,
V.;
letzteres nur in 2 belegt.1.
›etw. mit Öl bestreichen, einschmieren‹; tropisch: ›jn. verprügeln‹; jeweils schwach belegt; Belegblock:
Syntagmen:
jn
. (z. B. den kranken / siechen
) ö
.; subst.: das ölen dem pfarrer zugehören
; der frühmesner mit ölen nichts zu tun / schaffen haben
.Belegblock:
Inungere olen [...] oleyen cum sacramento [...] besmirn.
das unser herr von Magdeburg sehre kranck was und hatte 3 doctores bey ihme und möchte uff Unser Lieben Frauen abendt oder tag geöleyt sein.
Olen als der priester dem krancken tut. inunge͂ od’ salben.
hievon wurdent die leygen also verruͦchet, das sü [...] selber dotent das pfaffen zuͦ gehoͤret, also touffen, predigen, oleygen, und bewaren.
Felix der vierde [...] der satte ouch uf, das men alle siechen möhte oleygen, das men vor det nuwent grossen herren.
Man oͤlet einen, der forcht des Seckels
(der fürchtet die Kosten, von einem
geitigen gesagt).
sol der mentsch nit sterben, so ist er dester e genesen so er geoͤlt wirt mit dem hailgen oͤl. und also lang so er siech ist, so ist da mit genuͦg geoͤlt; und geniset er aber und wirt er dar nach aber siech, so sol man in aber oͤlen.
Es sol auch der frümesser mit tauffen, peiht ze hörn, beichtten, oln, mit begrepnusse oder mit andern rehtten, di eim pfarrer von rehtes wegen zugehörn, nihts ze tün [...] haben.