ästimieren,
V.
– 16./17. Jh.
›etw. veranschlagen, auf einen bestimmten Wert festsetzen‹.
Bedeutungsverwandte:
23, 14, 1, (V., unr. abl.) 1, 5; vgl. 2.
Wortbildungen:
ästimation
(dazu bdv.:
1
5, 9, 3, 2, 4),
ästimator
(dazu bdv.: 1, I, 1).

Belegblock:

Rot
288
(
Augsb.
1571
):
Æstimirn, schetzen / achten / gmain halten / erwegen / ermessen. Æstimation, schaͤtzung / achtung / betrachtung / entschaidung / mitlung. Æstimator, Entschaider / Mitler.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu. (
schwäb.
,
1609
):
dasselbig in jedes gegenwertigkeit berechnet und belegt, doch zuvor durch schultheiß und gericht absonderlich aestimiert und anschlagen.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1630
):
wirdt die straff nach dem er getroffen aestinirt und aufgesetzt.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
153, 6
(
mslow. inseldt.
,
1625
):
diśes hauß iśt Per florin 100 aśtimirt worden.
Schulz/Basler
1, 56
;
Schmeller/F.
1, 168
.