ärgerlich,
Adj.
›Ärgernis erregend, anstößig‹;
vgl. 2.
Bedeutungsverwandte:
1, (Adj.) 6; 7, 3, , 1, 1.
Gegensätze:
1; 6, .
Syntagmen:
jm. ä. sein
;
ä. stolzieren
;
ä. beisiz / ehebruch / bruder
.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu. (o. O. o. J.):
die groben bauern speien die messe an und ist inen ein affenspil und ein ergerlicher greuel darauß worden.
Luther, WA (
1521
):
Dißer artickel ist ergerlich, unchristlich und beruchtiget die Christlichen gesetz.
Ebd. (
1535
):
menschlicher weisheit, so darin kluͤgeln und alles nach jrem kopff aus forschen und ergruͤnden wil, toͤrlich und lecherlich, ja ergerlich und lesterlich.
Ders. Hl. Schrifft.
Mt. 16, 23
(
Wittenb.
1545
):
Heb dich Satan von mir / Du bist mir ergerlich.
Ebd.
1. Kor. 10, 32
:
Seid nicht ergerlich weder den Jüden / noch den Griechen.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Mainz
1550
):
was habe ich mich doch geziehen, das ich die Kirche also geflohen [...] habe, so ich doch dessen nichts hoͤre noch lese, das vngoͤttlich, boͤss, vnd ergerlich sey.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
152, 8
(
omd.
,
1554
/
1633
):
Bierglagk werden nicht gehalten, die den gewerken ergerlich.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Deßgleichen halt die Zung in Hut, | Nichts ergerlichs zu klaffen.
Strauch, Schürebrand 22, Var. zu (
els.
,
E. 14. Jh.
):
das machent uch selb fruchtper und licht in demuͤtiger gelassenhait und behuͤtsamkait vor aller zornmuͤtiger ungedult und ergerlichen ussbrüchen der geswenden worten und gechen ungestuͤmen sitten.
Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
Von der cuppelhuͥsernn vnnd vnnuͥtzer, ergerlicher wirttshuͥsernn wegenn.
Rennefahrt, Statut. Saanen (
halem.
,
1665
):
in sonderheit ouch uf die heimlichen trink<en> und schlüpfwinkel und unütze ergerliche kilten, abensitz und der glichen kilten.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
v. 1536
):
ir als die hertzhafftigen und baßverstendigen wolt euch [wie] die schwachglaubigen zů solicher ergerlicher neuerung nit bewegen.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Heb dich / du bist mir ergerlich.