LACUNA. Mistlach kottlach pfuͤtz grundsuppen misthuͤle truͤbcistern.
Das ist der Teuffel, Wenn das Wasser truͤb wird, so fischt er gern.
Wie sie [die sich lassen duncken, sie seind klug] in dem Juͦdischen volck sind hinweg geworffen, unnd allein die trübe hefen davon geblieben.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
49, 185
(
Magdeb.
1608
):
So wol hab jhm geschmecket nicht / | Was er sonsten [...] | [...] aß vnd tranck. | Als das truͤb Wassr so in der flucht / | Sein durst zu leschen wart gesucht.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
gienge ich über ein wazzer und wære ez gemenget und trüebe, sô enmöhte ich mîn antlütze dar inne niht gesehen.
Ein sauber wasser ist dein nutz / | Ein truͤbs wischt dir nit ab den schmutz.
Perez, Dietzin
1, 132, 1
(
Frankf.
1626
):
damit das alte Sprichwort wahr bleib: [...] das truͤbe Wasser de͂ Fischern sonderlich bequaͤm.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
215, 2
(
omd.
,
1554
/
1633
):
Weschen werden uf den stollen nicht gestattet, damit die mit den trüben nicht verschlemmet.
Keil, Peter v. Ulm
475
(
nobd.
,
1453
/
4
):
sol meyden als trübs tranck vnd wasser.
Gille u. a., M. Beheim
267, 36
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Sie hat ain zweidig nasen, | [...] | dar auss so hangen vasen | von puczen und von kengel trub.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
224, 14
(
Nürnb.
1548
):
werffen sie den Christen allen jammer [...] auff den halß / [...] alß haben sie [...] allein alle wasser truͤb gemacht.
Zulecz aber der gottloß hauffen | Der muß die trüb hefen außsauffen.
Wer welle truͤben win luter machen, der / nem winstain.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
182, 8
(
Augsb.
1553
):
damit die brie nit trieb werd, múgt aúch ain wenig haúsenblater daranthon.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
1. H. 16. Jh.
):
so hebt sich die trueb an, so ist er di trueb dem pergherrn verfallen sambt dem völligen pergrecht.
kombt er vormittag mit wolgeschmachen trüeben most, so soll sich der herr zallen lassen.