sütte,
sutte,
die
;-Ø/–
;sieden
angenommen.1.
›das Aussieden (des Salzes als gewerbliche Handlung)‹; als Metonymie: ›Saline, gewerblich betriebene Anlage zur Gewinnung von Salz‹; im engeren Sinne wohl auch: ›Pfannhaus‹; ›dem Siedevorgang zur Reinigung unterworfene Salzmasse‹.Syntagmen:
die s. fürdern / meren
(z. B. namhaft
) / unterhalten, es gibt die s
.; die arbeiter der s. gewarten
; der s. etw. nützig sein
; bei der s. notdurft sein, mit der s
. [wohin] keren
; die fürderung der s
.Wortbildungen:
sütgefälle
sütnot
Belegblock:
1 leuterböthen darinnen sich die südte reinigen.
Die sullen darkeren mit der Sutte [...] als vil sich danne der Sute in der Wochen vergangen hat. [...] daß die Arbaiter der Sute nicht gewarten mochten.
auch anndern notturften, so bei derselben Südt sein. [...] solliche Suͤdt zu perg, auch Im phannhaws vnnd Holczwerch.
Wann es
[Werk] [...]
mit sauren wasser angeczogen wird, vnd wann mans ablassen wolt, so gab es ein halb Jahr lang die Suth. Das
[Selbwasser]
rindt Zu Sütt noth, auch nach thal. Wir suͤllen auch allen Gewalt tragen, der beschehen mag, von Wasser von Feẃr, von Lawnen, von Sutgeuelle, von Wint, von Kriegen.
2.
›Teich, See; Flut, Tiefe des Wassers; Pfütze, Lache; Blutlache‹; in allen Nuancen schwach belegt.Belegblock:
Dô er lac besulwit tôt | in sinis blutis sudde.
das er [wolf] die chuten | Da slaphet an | und ging hin dan | czu einer suten, | Da er vil gens | und enten wist.
mit der mensur und nach des kimpas firmament | den magnet lent, levant la dich nicht forzen. | Wassa alabanda! – springen | teuff in die sutten hinab! | forton la dich nicht dringen.
3.
›Krankenstube‹; im Glossar zur , als „ohne Zweifel mit sucht
zusammenhängend“ beurteilt (s. auch Schmeller/F.
); vgl. eher 2, 1, 340
sud
2 als motivationellen Bezugspunkt.Belegblock:
das waßer stemmet so hoch, daß es zu dem newen spital zu den fenstern in die sutten hinein gieng.
Von der rören in dem eussern spitalhoffe. Die röre ligt also verrer vor dem weichkessel gerichtz durch die sutten auß durch die stubthüre [...] pei dem loch, das do in dem pflaster ist vor dem prunnen, dorein das unrein wasser fleust.
so soll man
Niclein, hern Niclas diener des Pollen, 4 ℔ dn. geben und den Rest alle Freitag den Dürftigen
in der purger Spital ze Wienne in die Sutten austheilen.
es wer in der sutten, im lankhaus oder in der chinczstuben. Ebd.
1508, 16 (1402): 5 ℔ dn.
in der purger Spital zur Handvertheilung an die armen Dürftigen in der
Sutten.4.
›unterster Schiffsraum‹.Wortbildungen:
suttentür
Belegblock:
5.
›als Viehfutter verwendete Flüssigkeit‹.Wortbildungen:
süttig