sämlich,
samlich,
semlich,
Adj.
›solch, ebenso‹; ›gleich, ähnlich, entsprechend, derartig‹; eine Bezugsgröße in Beziehung zu einer anderen, im Kontext genannten oder als bekannt vorausgesetzten Größe charakterisierend; auch stellvertretend für eine bereits genannte Bezugsgröße;
Belegblock:
summa summarum des czinsgetreds von den semlich molen 43 leste korn und 8 scheffel wesze.
dar umb so bietten wir uwer werdekeit [...], daz ir uns furderunge thun wollent, da mit wir semliches von dem stule zu Rome [...] bekomen mogen.
Ich versich mich dez, daz dir got einer anderley krúz well uf dinen ruggen stossen, daz dir noh pinlicher wirt, denn semlichú kestgung sie.
durch ir keüscheit erwarb sie einem anderen küscheit vnd ir selber ein semlich groß zeichen das sie ir gesicht widerumb vber kam.
Darnach keme er zuͦ einem, der seitte im semlichs, wie vorstat.
ob yemand den andern sähe semlichs
[das Verbot,
dehain wildhag zu beschädigen]
uberfaren, der sol den selbigen mins gnädigen hern amptlüten melden. Das ander ist ein semlich arcznie vnd ist Auicenne.
Ach liebe muͦtter, es muͦss nun werden | mins vatters will erfüllt vff erden | vnnd ich nun gan an min lyden. | mag sömlichs länger nit vermyden.
so slecht sew stuͤel und pench enzway | und hat ein saͤmleich geschray | sam der vallant in ir sey.
Ebd.
353, 45
: dw sint in der hell sweben; | samleich lon wıͤrt in gegeben.
schol ein weip swern vor aid an totslegen oder an semleichen sachen, so velt si sam ein man.