sägen,
V.;
gelegentlich ohne Umlaut(-schreibung).
›organisches Material (überwiegend: Holz) mit einer Säge zerkleinern, zerschneiden‹; überwiegend im Kontext handwerklicher Tätigkeiten (auch im Orientierungsfeld mit 1,
1
1, , u. Ä.) und in der Holzverarbeitung; speziell: ›an einer Person die Todesstrafe des Zersägens vollziehen‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 3; 4; 12.
Wortbildungen:
˹
sägbaum
,
sägbloch
,
sägekloz
,
sägholz
˺ ›für den Zuschnitt, die Holzverarbeitung, den Bau vorgesehener Holzstamm, Holzblock‹,
sägbret
›zugeschnittenes Brett‹,
säg|eisen
›Sichel‹,
sägfeile
›grobe Feile‹,
säglisch
›schneidend, sägend‹ (nur im Syntagma
säglische zäne
für ›Schneidezähne‹),
˹
sägmel
,
sägspäne
(dazu bdv.: )˺ ›Holzspäne; Abfallprodukt bei der Holzverarbeitung‹,
sägschneider
›Brettschneider‹ (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Ziesemer, Marienb. Ämterb.
144, 23
(
preuß.
,
1409
):
4 weczeveylen, item 3 segeveylen.
Schoop, Qu. Düren
268, 2
(
rib.
,
1630
):
dass kein Segschneider die Seg hieselbst geprauchen moge, er habe dan zuvorderest dem Rait Satisfaction gethain.
Schmitz, Schiltb.
86, 10
(
Frankf.
1597
):
daß einer eintweders selberst ein Narr / oder durch andere zu einem Narren gezimmert / abgemessen / gesaͤget / Gehobelt / Gebohret / genetzet vnnd geschoren wirdt.
Lippert, UB Lübben
2, 32b, 24
(
osächs.
,
1425
):
4 g. vor sagecloczczern zu hawen.
Kocher, Rechn. Schönenwerd
358, 59
(
halem.
,
1389
):
dem sager XXXIIII ₰ latten ze sagenn.
Ebd.
359, 44
:
die selben sechs sagboͧm ze latten ze sagenn.
UB Zug
292, 15
(
halem.
,
1397
):
dz man dem wasser sinen runß sol lassen, dz man ußrent der abschalten da selbs mitt sag holtz und mitt andrem holtz wol múg komen.
Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
1406
?):
waz der liden sol, der ane laternen in ein gaden oder stal gat mit einem liecht, dar inne stroͮ oder hoͤw oder sagmel liget.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
3771
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
Ÿsaÿas gesaͤget ward, | Yeremias verstainot ward.
Ebd.
3805
:
Ainen [vÿent] er [David] segot, den andern er schnaid, | Dem dritt liess er uss sin gewaid.
Maaler (
Zürich
1561
):
Saͤgeysen (die) Falces fœnariæ.
Sagspaͤn / Gestüpp vom Sagen.
saͤgen / mit der saͣgen entzwey schneiden.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
ain iegleich ackertier, daz säglisch zend hât, daz izzet flaisch.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
88
(
oobd.
,
1607
/
11
):
1 ander stockh oder backenzan, ist [...] oben etwas darvon gesegt oder geschnitten.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
A. 16. Jh.
):
und was der herschaft holdn holz bedurfn zu iren heusern, preter sagblocher zimerpaum [...] ist nichts fellig.
Zingerle, Inventare (
vorarlb.
,
1479
):
hundert vnd ains vnd zwaintzig segbretter vnd vier stubenriemen.