säbel,
sabel,
der
;–/-Ø, -n
;über
poln.
szabla
aus ung.
szablya
›Hiebwaffe mit einschneidiger gekrümmter Klinge‹
(Pfeifer
).2000, 1153
›Hiebwaffe mit gekrümmter Klinge; Krummschwert; Säbel‹; in den Belegen überwiegend als Waffe orientalischer bzw. heidnischer Krieger markiert.
Mittleres und späteres Frnhd.
Syntagmen:
j
. (oft: der heide
) den / einen s. antragen / ausziehen / erwütschen / ziehen / zücken
; der s
. (Subj.) wol schneiden
; j. mit dem s. js. haus anrennen, jn. mit säbeln kleinhacken / zerschlagen,
[wohin] treiben, zu boden hauen, mit säbeln wieder jn. ziehen, von einem s. x gulden geben
; der blosse / gezierte / krumme / schwere / statliche / tartarische / türkische / ungarische s
.Wortbildungen:
säbelklinge
säbeln
Belegblock:
hetten Flitzbogenn und Kocher mitt pfeilen, unnd schilden uber der seitenn beim ruggen hangen, an der seiten Schabbeln.
[Der Mäusefürst]
Hielt sich Reisig wie ein Hoffman / | Vnd trug allzeit ein Sebel an. so zuket er sein sabel und | slug im dann ab das habet.
Ebd.
510
: und hakt sy
[eine Menge zusammengetriebener Menschen]
als daz craut vil clain | mit messern, swerten, sabeln. Kinder, Mann, Weiber vnd Jungkfrauen | Ließ er Säbeln vnd niderhauen.
Wie wolt ihr dann im Vnger⸗Land | Dem Türcken thun ein Widerstand, | Wan er mit seinen Säbeln schwer | Käm wider euch gezogen her?
Allso erwütscht sy [Judith] den sebel, so an der bethstollen hanget [...] damit schlacht sy im [Holofernes] dz houpt ab in zweyen streichen.
zum ersten fuort man sein
[des Arztes, der dem türkischen Kaiser nicht helfen konnte]
jungen suͦn herfür, den zerschluͦg man mit ainem sebell. Die Turckhen [...] wolten die gefangen all ledig lassen und von ainem sabel ain gulden geben haben.
pürströhr, rapier, thollich, sommerhuet, trometen, sabelklingen [...]
(aus einem Inventar über exportierte Waren). Jśt Andre [...] mit einem bloßen Seibel des Simons hauß angerennet, den Simon außgefordert auf die klingen.