säbel,
sabel,
der
;
–/-Ø, -n
;
über
poln.
szabla
aus
ung.
szablya
›Hiebwaffe mit einschneidiger gekrümmter Klinge‹
(
Pfeifer
2000, 1153
).
›Hiebwaffe mit gekrümmter Klinge; Krummschwert; Säbel‹; in den Belegen überwiegend als Waffe orientalischer bzw. heidnischer Krieger markiert.
Mittleres und späteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):
2
, (
das
), , 1.
Syntagmen:
j
. (oft:
der heide
)
den / einen s. antragen / ausziehen / erwütschen / ziehen / zücken
;
der s
. (Subj.)
wol schneiden
;
j. mit dem s. js. haus anrennen, jn. mit säbeln kleinhacken / zerschlagen,
[wohin]
treiben, zu boden hauen, mit säbeln wieder jn. ziehen, von einem s. x gulden geben
;
der blosse / gezierte / krumme / schwere / statliche / tartarische / türkische / ungarische s
.
Wortbildungen:
säbelklinge
,
säbeln
›jn. mit einer Stichwaffe niederstrecken‹ (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Blümcke, Hans. Gesandtsch. (
nrddt.
,
1603
/
05
):
hetten Flitzbogenn und Kocher mitt pfeilen, unnd schilden uber der seitenn beim ruggen hangen, an der seiten Schabbeln.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
558, 1626
(
Magdeb.
1608
):
[Der Mäusefürst]
Hielt sich Reisig wie ein Hoffman / | Vnd trug allzeit ein Sebel an.
Gille u. a., M. Beheim
99, 205
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
so zuket er sein sabel und | slug im dann ab das habet.
Ebd.
510
:
und hakt sy
[eine Menge zusammengetriebener Menschen]
als daz craut vil clain | mit messern, swerten, sabeln.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Kinder, Mann, Weiber vnd Jungkfrauen | Ließ er Säbeln vnd niderhauen.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. (
Straßb.
1650
):
Wie wolt ihr dann im Vnger⸗Land | Dem Türcken thun ein Widerstand, | Wan er mit seinen Säbeln schwer | Käm wider euch gezogen her?
Bachmann, Morgant (
halem.
,
1530
):
Der heyd zog ein säbell uß, der schneid vast wol.
Wyss, Luz. Ostersp.
3, 168, 135
(
Luzern
1596
/
7
):
Allso erwütscht sy [Judith] den sebel, so an der bethstollen hanget [...] damit schlacht sy im [Holofernes] dz houpt ab in zweyen streichen.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
1504
):
zum ersten fuort man sein
[des Arztes, der dem türkischen Kaiser nicht helfen konnte]
jungen suͦn herfür, den zerschluͦg man mit ainem sebell.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Die Turckhen [...] wolten die gefangen all ledig lassen und von ainem sabel ain gulden geben haben.
Starzer, Qu. Wien (
moobd.
,
1624
):
pürströhr, rapier, thollich, sommerhuet, trometen, sabelklingen [...]
(aus einem Inventar über exportierte Waren).
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
163, 17
(
mslow. inseldt.
,
1632
):
Jśt Andre [...] mit einem bloßen Seibel des Simons hauß angerennet, den Simon außgefordert auf die klingen.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
297, 22
;
Moscherosch. a. a. O. ;
v. Keller, a. a. O. ;
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
663
;
665
;
670
;
Zingerle, Inventare ; ;