stulräuber,
der
;–/-Ø
.›von gehobener wirtschaftlicher und sozialer Position (von
herren, grafen, fürsten
), unter Nutzung rechtlich möglicher Verhältnisse, aus vorgeblich christlichen Motiven zu seinem finanziellem Vorteil, auf Kosten aller anderen Handelnder; Wucherer, Finanzhai‹; an keinen der Bedeutungsansätze von stul
direkt anschließbar.Belegblock:
Stulrauber vertewren die Wahren / vnd vbersetzen alle Feilschafften / gegen Verwandte vnnd Freund / gegen einheimische vnd frembde.
Ebd.
924, 7
: Wucherer sind Moͤrder / Stulreuber / Weltfresser.
Lere, die da unterricht gebe, wie man alles zu sich scharren, kratzen und wuchern moͤge und unter dem schein und deckel des Euangelij wuͦcherer, Geitzhelse und Stulreuber sein moͤchten.
lobliche herrn, fursten, grafen und so rein, das es alles recht ist, was sie thun. Mitlerweile reissen sie armen und reichen das marck aus den beinen. [...]. Das sind heimliche Stuelreuber, der do heimlich stiltt, was sonst einer offentlich thut.
[Kauffleut] machens auch so gar vnsauber, | Das man sie schilt vor Stulrauber.
Juden / Stulreuber / Weinhecker / Schiffleutte / Kriegßvolck / Kinder / Weiber / Reutter / und die / so die Fürsten und Herren als hoffgesynde brauchen.
Luther, WA .