rüsseln,
V.
1.
s. 1.
2.
›die Nase rümpfen, Mund und Nase abschätzig verziehen‹ (von Menschen im sarkastischen und konfliktgeladenen Gespräch gesagt).

Belegblock:

Luther, WA (
1525
):
da M. Wolffgangus Steyn [...] D. Carlstad [...] bat, er sollt weichen, ruͤsselt er das maul und gab yhm solch antwort, als were er furst ym lande.
Ebd.
152, 8
:
der soll hie das maul ruͤsseln und sagen, Ey wie ist D. Carlstad so eyn trefflich man.
3.
›sich über jn. beschweren; sich ereifern, rechthaberisch über etw. reden‹.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

Luther, WA (
1532
/
5
):
die Juͤden meulen vnnd ruͤsseln sich gegen ihm.
Ebd. (
1542
):
Da feine hochgelarten, auch Cardinele sich ruͤsseln und bruͤsten mit dem spruch in jren rechten.