rülz,
1.
›Rülpser, lautes Aufstoßen‹.Belegblock:
[der Magen] Kroch zusamen / hub seinen Grund / | Mit Schleim vnd Gall zum Magenmund / | [...] | Er flucht auch grob mit manchem Ruͤltz.
2.
›ungehobelter Mensch, Rüpel‹; als tropisch von 1 auffassbar.Wortbildungen:
rülzipal
rülz
und principal
).Belegblock:
soll man denn zu lassen, das eyttel ruͤlltzen und knebel regiren, so mans wol bessern kan.
Keyn ruͤltze ist itzt so grob, wenn yhm was trewmet odder duncket, so mus der heylig geist yhm eyngeben haben, und wil eyn prophet seyn.
das fichtet mich nicht seer an, das ein Ruͤltz odder toͤlpel lestert odder ein unadelicher Scharrhans poltert und scharret.
die pfaffen [...] heißen uns grobe rülzen und knotasten, haben uns auch anders nit dann wären wir unvernünftige tier.
Die Frau hieß den jungen Bawern essen und trincken. Er sprach: ,Eß ich doch wie eyn Sau [...]‘. Der Hoffmeyster sprach: ,Ei du grober Ruͤltz [...]‘.
man findt gar selten | Von solchen groben Ruͤltzen [Bawren] einen, | Ders hertzlich vnd mit trew solt meinen.
Ja, sprach er
[Fürst]
zuͦ seinem rultzipal, wie dunckt euch? es gefellt meiner frauwen auch nicht übel. O, ir groben rültzen, ewer hertz sölt sich frewen [...], wo ir unwissende lewt uberkempt, daß ir in das wort gottes [...] mittaylet.
der ambtman, der den kogen nochdann zerschniten, muest [...] als ain grober filz und rülz [...] vom disch weichen.