2
rören,
auch
2
reren,
V.;
zu
mhd.
rêren
›blöken, brüllen‹
().
›brüllen, schreien‹ (von Tieren, Menschen sowie dem Teufel gesagt).
Bedeutungsverwandte:
, (V., unr. abl.) 1, 1, , 2, 1,
2
1, (V., unr. abl.) 1, ; vgl. ,
2
1,
2
, .

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
519, 403
(
Magdeb.
1608
):
Die Weiber lauffen / schreyen / raren / | Als wolten sie aus der Haut fahren.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
Kein schall erklingt, kein Vogel singt, | Kein Loͤwen hoͤrt man bruͤllen, | Kein Ochsen roͤhrn, kein Schaff mehr plerrn.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
38, 82
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
wann wir umb hilfe zu im [got] reren.
Gierach, Märterb.
1944
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
es wart ein solich schal von tiren | und ein vorcht da sy riern.
Wackernell, Adt. Passionssp. H. III,
1869
(
tir.
,
1514
):
Dy [alten weiben] mich [diabolus Nichtumsunst] gar offt in ain glas zbingen, | Und soll in dan nach irn willn singen. | [...] | So thuen ich grausamlichn reren.
Peil, a. a. O.
74, 952
;
669, 5117
;
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 215
.