rölling,
relling,
der
.
›brünstiger Kater‹; in den Belegen meist als mit Lüsternheit assoziiertes Schmähwort auf Personen (vor allem auf Thomas Murner) bezogen: ›Lustmolch‹;
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , 2; vgl. .
Wortbildungen:
röllingmeister
(dehumanisierend für den konfessionellen Gegner).

Belegblock:

Luther, WA (
1545
):
Viel mehr ists eine Beerwolffische kirche des Bapsts und der Roͤlinge.
Ebd.
441, 12
:
Dern Schrifft heisst in der Rangen Schule und bey den Roͤllingmeister zu Loͤuen jr drey hohe Sarkamentas, Barrettas, Tallarras, Lyrrapippas.
Kurz, Murner. Luth. Narr (
Straßb.
1522
):
Den murner murnar vnd ein katzen: | Wir woͤllen in zuͦ dot mit fatzen. | Der roͤlling hoͤrtz nit gern villicht.
Bächtold, N. Manuel. Papst
57, 653
(
Zürich
1525
):
buwet man klöster, tuͦt lüt darin, | Die sunst wöl möchtind rich gnuͦg sin, | Stark relling, jung, frisch und gsund.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
ain [...] spruch [...] mit ainer schenen frawen [...], namlich wie dieselbig neben irem alten eeman mit ainem münch, aim relling, hat zugehalten und wie froh sie damit gewest.
Luther, WA ;
439, 7
;
Kurz, a. a. O. ;
Schade, Sat. u. Pasqu. ;
Barack, a. a. O. ;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .