räuspern,
räuspeln,
V.;
zu
mhd.
riuspern
›räuspern‹
().
›den Hals von Schleim befreien‹; ›sich räuspern‹; resultativ auch: ›Auswurf ausspucken‹.
Bedeutungsverwandte:
,
4
31, (V.) 1, .
Wortbildungen:
räuspelung
›Auswurf‹ (dazu bdv.: 7, , subst.),
räusperer
abwertend: ›alter Mann‹.

Belegblock:

Luther, WA (
1522
):
Und ist schier da hyn kummen, das wenn sich der Bapst reyspert, das man ein artickel des glaubens darauß macht.
Sachs (
Nürnb.
1554
):
Der pfarrherr [...] reispert sich und spricht.
Ebd. (
1563
):
In seinem leib sein ingeweid | Zerbrach vor grossem hertzenleid, | Das er von im in dem unmut | Reuspert und brach ein beck vol blut.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Ich wolt viel lieber Stein tragen, | Dann nemen
[zum Mann]
ein alten kartzer, | Ein kreister vnd Gseßleinfartzer, | Ein reisperer vnd Gnad-dir-Gott.
Fuchs, Murner. 4 Ketzer
1890
(˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
Nun reüspren euch / es gilt nim lachen, | Wir wellent yetzt ein hergot machen.
Ders., Murner. Geuchmat
3553
(
Basel
1519
):
Rüschpret sy sich hertigklich, | Lieff ich in die appotecken glich | Vnd holet ein meßlin malmasier | [...] | Es schmieret ir die ruhe kelen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Reußplung. Screatus. Außwurff / Das kotzen.
Reüßplen / Gracken.
Rüsplen. Screare.
Raͤuspern / wan man den zaͤhen Schleim gern auß dem Hals hette.
Jaspers, St. v. Landskron
108r, 8
(
Augsb.
1484
):
jch hab in also vnd also gereiczet [...] mit huͦsten. ausspürczen. liegen. reÿßpen vnd pfuiczen.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
382, 3826
;
559, 1645
;
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. ; ;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .