rädelsfürer,
der
;
–/-Ø
.
›Anführer einer (meist aufrührerischen) Gruppierung‹;
zu 5.
Syntagmen:
die r
. (Pl., Subj.)
entrinnen, etw. anrichten, unter jm. sein
;
j. die r
. (Pl.)
sein
;
j. einen geschwinden meister / prakticierer zum aufwickeln
[›Aufwiegeln‹]
an dem r. haben, nach den rädelsfürern greifen
;
ein r. aller aufrur
;
der r. in dem handel
.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1555
):
diser auffrürer, | Aller auffrur ein rädlin-fürer.
Maaler (
Zürich
1561
):
Raͤdelfuͤrer (der) Das haupt vrhab vnd fürempst in einer sach / der vorstender / Der alle ding verordnet wie sy gon soͤllend [...]. Der fürnem̄st oder Haptmann / vnnd Raͤdlsfuͤhrer der baͤttleren [...]. Du bist der Raͤdlefuͤrer in dem handel.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1548
):
hat die stat Augspurg für andere ain sonder geschwinden maister und practicierer zum aufwiglen an dem vorgewesnen redelfierer [gehabt].
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
do haben sich etlich [...] unrüebiger leut, darunder [...] die redlisfüerer [...], zusamen verfüegt, auch mit andern irs gleichen gerottet.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern ;
Schade, Sat. u. Pasqu. ;
Baumann, Bauernkr. Oberschw. ;