rechtförmig,
rechtförmlich,
Adj.
›der Form nach richtig, angemessen‹ (allgemein); in Rechtszusammenhängen: ›juristisch korrekt; der Prozessordnung gemäß; gültig‹; vgl. (Adj.) 2; 4.
Wortbildungen:
rechtförmigkeit
.

Belegblock:

Fischer, Folz. Reimp.
25, 392
(
Nürnb.
1479
):
Wer die unvernufftigen thir ficht an, | Das weib ein weib, der man ein man, | Wer die misprauchet in der ee, | Dan um frucht rechtformlich, das verste
(ironisch).
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
11
(
Nürnb.
1517
):
Ditz ist die lenge, die ein ieder umbgreifen sol, domit er got rechtformlich lob.
Ebd.
53
:
Von dannen bestet die rechtformikeit der ee zwischen den menschen in irer vergleichung mit der waren ee Christi und der kirchen.
Fastnachtsp. (wohl
Straßb.
o. J.):
Herr official, verstönd mich eben! | Ich hoff, die urteil söl das vor geben, | Daß man die kuntschaf nemm mit nammen. | Daß ist rechtförmig und zimpt sich zsammen.