quatschüre,
die
;
–/-Ø, -en
;
zu
mhd.
quatschiur
›Wunde‹
(), dies aus
afrz.
quassure
›Wunde, Quetschung‹
(
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1932, 193
).
›Quetschung, Verletzung‹.
Höfische literarische Texte gebundener Form.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.
1
3, 1, .

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
1800
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Von wunden ungehuͤren | Und auch von den quatschuͤren, | Die mir die fraw geslagen dort | Hett mit irr mynnen lantzen ort.
Brandstetter, Wigoleis
213, 9
(
Augsb.
1493
):
erzelet jm auch wie jm seine wunden vnd quatschur so jm der wurm pheton gekraczt vnd gestossen hete. noch nit gancz geheylet waeren.
Weber, Füetrer. Poyt.
173, 4
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Poytislier ab dem wale | kert siglich mit sein genossen, | prachten wartt mannes male | mit wunnden vnnd sunst mit quatschüren grossen.