ortfrümmer,
der
;–/-Ø
.›für den Beginn unterschiedlicher Handlungen und Handlungsfolgen verantwortliche Person‹; im einzelnen: ›Anstifter‹ (eines Streites); ›Urheber, Gründer‹ (eines Glaubenstatbestandes); metonymisch: ›Autorität, Vollmacht‹ (der Heiligen Schrift);
Wobd.
Wortbildungen:
ortfrümde
ortfrümme
ortfrümmung
Belegblock:
die anreder und ortfruͥmer dis fridens
(Regestbeleg). mag der inder da erzuͥgen mit zwein, daz der vsser ortfruͥmer
[des
an rentzens]
was, so sol er ime noch der stat darumb nuͥtzit besseren. Aber diz mag niht bestan, wan ez ist widerwertig der ortfrümung
[Vorlage:
auctoritas]
der schrift, in welcher schrift daz der herre rede tuot von siner sele in Matheo. Ebd.
58, 4
: also ist offenbar, daz in Christo waren volkomenlichen alle gnad, die vergebens gegeben werdent, alse in dem ersten unde in dem vorderesten ortfrümmer
[Vorlage:
in principali Doctori]
des glouben. Ebd.
123, 7
: der umbe so dankot er
[
Christus; Vorlage:
auctor]
gnade dem vatter, in erkennende für einen ortfrümer, alse ez offenbar ist in Matheo.