nötigkeit,
die
.
1.
›Armut, Bedürftigkeit; soziales Elend‹;
vgl. 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, 1,
1
7.

Belegblock:

Stackmann u. a., Frauenlob
7, 28, 10
(Hs. ˹
nobd.
,
3. V. 15. Jh.
˺):
[Die künige und die fürsten] verderben mangen mannes mut, | daz er sich selwet, grimmet | von nötikeit: da mut, wa gut?
(Übs.: ›wo der Mut ist, da ist das Gut‹).
Sappler, H. Kaufringer
5, 37
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
das der jung ritter guot | mit so gar manlichem muot | sich also verligen muost | und er sein sünd also buost | mit armuot und notikait.
2.
›Zwang, Nötigung‹.
Bedeutungsverwandte:
.
Gegensätze:
5.

Belegblock:

Kochendörffer, Tilo v. Kulm (
preuß.
,
1331
):
Dis der selen quelnis sint | Di erst leit des menschen kint | Durch libe, nicht durch notekeit.