niederländer,
der
;–/-Ø
.1.
›Bewohner niedrig gelegener Landschaften‹; die extensional gemeinten Gebiete sind Transdanubien sowie Auen an Lahn und Rhein (); äußerst schwache Belegung; vgl. 1.
Belegblock:
Eÿn ÿder eyn woner, er seÿ eÿn auß Lender vnnd nÿderlenger diß Landes, Er seÿ auß Sibenpurgen, en halb der tanaw. Der Tra, Der Saw, mit all der kaufman schaͤcz, [...], dÿe schoͤl keÿn gast nach aus lender vorkauffen.
Ebd.
420, 3
: Parchant vnnd Golez sullen auch weder vonn ausLendern Nach von nÿderLendern vͤntter sechs stucken nicht verkauft werden.
2.
›Bewohner des niederrheinischen (niederländischen, flandrischen) Raumes‹; die Belege weisen auf besondere charakterliche Eigenschaften, politische Räume, militärische Verbände, sprachliche Kennzeichen des niederländers
hin; vgl. 2.
Mittleres und späteres Frnhd.
Gegensätze:
.Belegblock:
Man sol sich huͤten vor eim schwartzen Teutschen / weissen Italiener / rothen Spanier / vnnd vor einem Niderlaͤnder / er sey was Farb er woͤlle.
Belgæ, die Niderlender / als Brabender / Pickarder / Trierer / Gülcher / Geldser / etc.
niderländer / m. Ceux du pazs bas, Belgæ.
da war der hauff dahindenn geflohenn und ettlich fenlein Niderlender, die in hilff und beystand solttenn gettan habenn, die warenn gestandenn, ob sie der handell nitt were angangenn
(im Belegumfeld, Z. 3 und 9, ist die Rede von
teuschen und
oberländischen knechten).
als in dem woͤrtlin vreüntlich, wie es die Niderlender gebrauchen.
Bas / baß / baes Belgis, [...] bedeut bey den Niderlandern ein herren vnd freund / haußvatter.
Zuͦ den Frantzosen ziehen auch ein / die von Genua, Fiorenza, Luca, hohe Teutschen / Niderlaͤnder.