nichtsöllig,
auch
nichtsollend,
nichtsöllend,
Adj.
›wertlos, nutzlos, sinnlos‹ (von Sachen); ›nichtsnutzig, nichtswürdig; feige, mutlos‹ (von Menschen);
vgl. 2; 10.
Gehäuft alem.
Gegensätze:
.
Wortbildungen:
nichtsölligkeit
.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Inutile. Vnnuͤtz liederlich vnfuͤrderlich nichtsoͤllig.
Adomatis u. a., J. Murer.
1275
(
Mühlh.
1656
):
Y frissz daß du erworgist dran | Du nütsoͤlit eerloser mann.
Bachmann, Morgant (
halem.
,
1530
):
Ruolland sprach: Ich darf keiner hilf wyder dissen nuͮtsöllenden tuͮffel.
und ertzeigend wol, das ir die nuͮtsöllenden lieber hand dann die frommen.
sin tochter Roßmunda wott es im [amiroll] nuͮt gestatten, es wurde im fuͮr ein grosse nuͮtsölligkeyt gerechnet.
Ders., Haimonsk. (
halem.
,
1530
):
und sprach: „Ir nuͮtsöllenden, arbentselligen, forcht und tragheyt hand uͮch uͮberwunden [...]“.
Jörg, Salat. Reformationschr.
750, 2
(
halem.
,
1534
/
5
):
so bald der nüw gloub jnhar gwachsen / hand vj oder vij nüt sollend buͦben und pfaffen / mit jr falschen, verfuͤrischen leer / uns gegen ein andern verhetzt.
Ebd.
836, 19
:
das leyder [...] uns jrs nutzes willen / jnen der nüt sollend krieg and hand erwachsen waͤr.
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag
7r, 25
(
Zürich
1521
):
Ein schand ist es zuͦ sagen / wie grosse͂ stryt sy haben vmb vnnütze nütsoͤllende ding.
Bächtold, N. Manuel. Zugabe H. R. Manuel
350, 1616
(
Zürich
1548
):
dass dich ’s erdrich fräss, wie tuͦst, | Du nütsöllender suppenwuͦst!
Maaler (
Zürich
1561
):
nütsoͤllender vnnützer mensch / der gar niener zuͦ guͦt ist.
Waaghalß (der) Verloren kind / Der sein laͤben ring vnnd leychtfertiglich waaget / Nichtssöllender mensch.