newäre,
Adv.,
vereinzelt mit Tendenz zur
Präp.
(s. u. Beleg
Primisser
) und zur Konj. (s. u. Beleg
Kurrelmeyer
);
die Schreibungen sind etymologisch in frnhd. Zeit wohl bereits undurchsichtig:
new(e)r
,
neur
,
newert
,
nur, nuwet
(u. ä.); zu
mhd.
ne-wære
›wäre nicht, es sei denn, daß [...]‹
(; vgl. auch ;
Pfeifer
2000, 800
).
›nur, ausschließlich, einzig und allein, lediglich; außer; wenn [...], so [...]‹ (einschränkend).

Belegblock:

Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
Darzu soll die mulnerin [...] das new heuslein [...] nit hoher pauen, dann doselbst ettwen newer
[kann auch als ›früher‹ verstanden werden]
ein vischstuben gewest ist.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
Mein vatter ob dirr kelch nit múg vbergen neur
[Var. 1475
2
-1518:
nur allein daz
;
Lang
1521:
es sey dan das
;
Luther
1545, Mt. 26, 42:
Jch trincke jn denn / so (...)
]
daz ich in trinck
.
dein wil werd getan.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
dar umb hebt diu sunne in dem winter neur dunst auf.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Daz er nie verloz daz wal; | Newer ainst daz er underlag.
Sein hertze hie nicht anders gert | Newer
[als Präp. ›außer‹ lesbar]
manhait unde milde.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
1435
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
Da merkch, daz soliche ding die chünftiger dinge ain aufczaigen schüllen sein gemerkchet vnd behalden werden, aintweder als sache der chunftigen dinge oder newr als czaichen.
Bischoff, Steir. Landr. (
m/soobd.
, Hs. 
v. 1425
):
die ersten zwen teg sol er [der ain zewgen pewt] newr gerichts piten vnd sol horn, wie man im antwurt.
Langen, Myst. Leben
185, 16
.
Vgl. ferner s. v. 3.