mülwerk,
auch
molwerk,
mülenwerk,
das
;-(e)s/-Ø
.– Rechts- und Wirtschaftstexte.
1.
›Schmiedearbeit in der Mühle‹.Belegblock:
Ock schollen de klenschmede miden hoffschlahen, plogwergk, radewerg, [...], stuelexsen, lattenhemer, mollenwergk.
2.
›Mühlwerk, Getriebe, zentraler Teil einer Getreidemühle, (vereinzelt:) eines Pochwerks sowie einer dem Mühlwerk verglichenen Maschine zur Herstellung von Schnüren o.ä.‹; als pars pro toto auch ›Mühle (als Gesamtanlage)‹, als totum pro parte auch ›Mühlstein‹; Syntagmen:
ein m. erfinden / machen / erkaufen / verkaufen / schauen / besichtigen / visitieren, ein m. pro
[eine Anzahl] gülden anschlagen
; dem m. etw. nicht wol anstehen
; am m
. [einen Betrag] verbauen, auf dem m. schnüre machen, einen bach auf das m. leiten, nach m. arbeiten
›Mühlsteine brechen‹; das alte / geringe / kleine m
.; der lon mülwerkes
[›für das Mühlwerk‹].Wortbildungen:
mülwerkmeister
Belegblock:
fird. Cunczen dem molwerkmeyster ken Danczk czu ryten, umbe molsteyne czu kowfen.
Jch [Zimmermann] mach auch mancherley Muͤlwerck / | Auch Windmuͤln oben auff die Berg.
nachdem die grossen seidenhandler, so mit step- und neeheseiden umbgehen, ein mulenwerck erfunden, so ein manßperson allain regiren und sovil als sonst 20 oder mehr personen ausrichten mag.
Ebd.
395, 9
: Was aber die webstull und klain mulwerck anlangt, kan uff iden webstul, [...], acht schilling geschlagen werden, aber uff das rollen oder mulwerck, daruff die spiegel- und andere schmale schnur gemacht, 8 ₰.
das Casper Roth sein moelwerk sampt einer schmelzhuten vorkauft hot.
nachdem dieselben perckleut [...] alle nach mullwerg arbeitten und solich stein quaders größ theur schatzen.
solch mulberck hab ich angeschlagen pro 1470 gülden.
Daß sie stets waren beyde vol. | Deß stund ir müllwerck nicht sehr wol.
Es haben auch die burger das recht das mülberch drei stunt im jahr zu schauen und bewehren wie sie mahlen.