märleintrager,
der
.
›Schwätzer, aufschneiderischer Verbreiter unverbürgter Gerüchte‹;
vgl.
1
3; 5; 6.

Belegblock:

Volkmar (
Danzig
1596
):
Nugiuendus, ein Meerleintreger / luͤgner.
Sachs (
Nürnb.
1530
):
nemet mir gefencklich an | Apium, den zernichten man, | Mit sampt den schöpffen und anklager, | Sein zeugen und den merlein-trager.
Ebd. (
1531
):
All person nach eynander her | Müssen vor irem [Frau nachred] gwalt sich schmucken | [...] | Das sind mit namen alle neyder, | [...] | All orenplaser, pladerer, lügner, | All verräter und blut-verkauffer, | All merlein-trager, zungen-rauffer.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Daß macht, er ist sein
[des
Keisers
]
Märleintrager, | Sein Fuchsschwentzer vnd Zeitungsager.
Maaler (
Zürich
1561
):
Maͤrletrager / der mit vnnützem geschwaͤtz vm͂ gadt.
Vgl. ferner s. v. 2.