mägere,
die
.
1.
›nicht voll erreichte Eigenschaft, Qualität (e. S., eines Tieres)‹; im einzelnen: ›Magerkeit‹; ›Trockenheit (der Haut)‹; ›Kargheit (des Bodens)‹; ›Schwäche (z. B.
der sele
, des Hundes)‹; vgl. (Adj.) 1; 2; 3.
Nur obd. Belege.
Bedeutungsverwandte:
(
der
) 1, , , , .

Belegblock:

Fischer, Folz. Reimp.
43, 28
(
Nürnb.
um 1491
):
Der arczt sol yn
[den Besucher eines Bades]
auch schaczen ab, | Von welchem element er hab | Mer oder minder, und darpey | Feist oder megrin kisen frey, | Swech, sterk, zeit vnd sein war komplex.
Maaler (
Zürich
1561
):
Maͤgere (die) [...]. Die Maͤgere zeücht die haut zuͦsamen vnd verstrupfft sy.
Voc. Ex quo, M
15
(
schwäb.
,
1442
):
Macies [...] megri.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
das in dem ringen ertrich die fúrsichtikait und der vliß des buers mag úber winden die megri des ertrichs.
Österley, Steinhöwels Äsop (
Ulm
1474
/
82
):
Der hund [...] gab im [wolff] ainen harten stouß mit syner brust und fiel zuo der erden, als ob er im vor überigem hunger und megri des lybes nit möchte an gesigen.
Vgl. ferner s. v. .
2.
eine Pflanze, möglicherweise Dachhauswurz.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Lehmann, Rezeptb., S. 
219
(
pfälz.
,
1470
):
megere, die üff den hüsern wehsset.