küsterei,
die
.
›Verwaltungsamt des Küsters; entsprechender Amtsbezirk; Wohnung des Küsters‹; auch ›Sakristei‹;
Rechts- und Wirtschaftstexte, Chroniken.
Syntagmen:
sich [wie] gegen der k. verbinden, in die k. gehen, etw. in die k. geben, etw.
(
zinse
)
in die k. gehören, in der k. gelegen sein, jn. zu k. aufnemen
;
k. mit kreuzgewelbe
;
k. des klosters
;
gülte der k
.
Wortbildungen:
küstereiampt
(a. 1376),
küstereipfründe
(a. 1517).

Belegblock:

Chron. Köln (
Köln
1499
):
Wilhelm van Gennep, der gefluwen was die vurß groisse sterfde up sin costerie zo Boichem.
Struck, Marienst. Wetzlar
570, 58
(
hess.
,
1400
):
2 ml. kornes dem dechen von der kosterie.
Küther, UB Frauensee
286, 13
(
thür.
,
1498
):
an dem alden Henn Brotthecker acht behems von einer schuern genant die Losenberg, welche zinse gehoren in unser costerie.
Bernoulli, Basler Chron. (
alem.
,
1580
/
8
):
hat der schilt ein helm, als man das findet in der custerey bermentbuechlein entworffen.
Leisi, Thurg. UB
5, 481, 24
(
halem.
,
1354
):
Gên demselben gotzhus und gen der kustrye ze Múnsterlingen haben wir úns [...] verbunden also.
Mollwo, Rotes Buch Ulm (
schwäb.
,
1440
):
zinse [...] davon er zu sinem taile jaͤrlich in das tuͥtsch huse in die custorie zwai pfund wachs geben soͤlte.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1561
):
ist ain junger gesell [...] in dem geßlin bei der Cüsterei [...] in das hertz gestochen.
Küther, a. a. O.
235, 1
;
Leisi, a. a. O.
8, 32, 16
;
Uhlirz, Qu. Wien ;