kürzung,
kürzenung,
kürzerung,
die
.
1.
›Abkürzung einer Wegstrecke; Zeitvertreib‹;
vgl. 1; 2.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
daz volc [...] gesamint was in vroidin | durch tanzin unde goidin | und andir kurzunge der zît.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch (
rhfrk.
,
um 1405
):
Mir gefiel gar wol die abebrechonge | Von dem wege und die kurtzenonge.
2.
›Verkürzung eines Textes, einer Rede‹;

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
do er uss allen sinen brieffen diz klein ding zesamen machote und daz ander alles dur kúrzrung underwegen liess.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Kürtzerung einer langen rede.
Wolf, Norm im sp. Ma.
55, 64
(
schwäb.
,
15.
/
16. Jh.
):
die selben brüder [...] süllent innen uerkündigen [...] die glori mit kürczung der rede.
3.
›Beschneidung, Schmälerung der Rechte eines Angeklagten, Rechtsminderung‹.

Belegblock:

Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
159, 28
(
thür.
,
1474
):
daz ym nicht korczunge nach unrecht gesche.
Schlosser, H. v. Sachsenh.
1504
(
schwäb.
,
1453
):
der küng, und das gericht | Die wissent wol umm dis geschicht, | Was sich darumm gebüren sol | Ummb kirczerung geviels dir wol!