kürlich,
Adj.
›ausgezeichnet‹; auch ›deutlich‹;
vgl. .
Syntagmen:
sich k. kleiden, k. streiten
;
kürlicher leib, kürliche weide / wirtschaft, kürliches gold
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Ez.
34, 14
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
in korlicher weyde wil ich sy vutin, und uf den hochin bergin Israhel do wirt ire weyde.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
50, 12
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
eyn pallas wol groz, das ist bedact mit korlichim golde.
Euling, Kl. mhd. Erz. (
nobd.
,
E. 15. Jh.
):
deutent das mein gedicht pis her | all ander uber treffend werr, | ars magethan zweiflich kurlitz | peyde gespensisch und naturlich.
Menge, Laufenb. Reg.
1948
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Das die welte denn ist gelich | Einer frowen höfelich | Die [...] sich kurlich gecleidet hat.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
die in gebar | Gerümett ward für alle wib | Das sy so kürlichen lib, | [...] | Ze der weltte hett geborn.
Klein, Oswald
40, 35
(oobd., vor 1408 (?)):
Dein steter diener ewiklich | so wil ich sein, du minniklich, | kürlich für aller frauen zal.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Die durch die vrawen chomen dar, | Die sach man chuͤrleich streyten.
Ziesemer, a. a. O. Jes.
25, 6
;
Thiele, Chron. Stolle ;
Koppitz, a. a. O. ; .