küle,
die
.
›laue Temperatur, Kühlung‹;
zu 1.
Bedeutungsverwandte:
1, 1.
Syntagmen:
k. geben / suchen
;
der küle gedenken
;
etw. an die k. setzen, in der k. entschlafen, dem hirzen nach der k. dürsten, von k. sterben
.
Wortbildungen:
külde
.

Belegblock:

v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe (
thür.
,
1421
):
von kulde wegen des wassers ßo begunde om das houpt we zu thun.
Thiele, Chron. Stolle (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
By XV menschen storben uff der strasse [...] von kulde halben.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
Als ich ein weyl da launen was, | War in der kül entschlaffen schir.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
362, 30
(
els.
,
1362
):
Nuͦ sich wie du minem libe eine kuͤle gift.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
min sel dúrstet nach dim brunnen als den hirzen nah der kuͤli in der hitz.
Schlosser, H. v. Sachsenh.
2800
(
schwäb.
,
1453
):
Sie saͮssen [...] On küssin nider zuͦ der erd, | Uff guldin tuͦch oͮn als gestül, | Darummb das es solt geben kül.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
der adelar [...] mauset sich dann recht als in ainer küelen zwischen haiz und kalt nâch ainem fieber.
Deinhardt, Ross Artzney
280
(
oobd.
,
1598
):
Nim alts schmer, lor- vnnd baumöll [...] Sez an die khuele, das es erkhalten.
Thiele, a. a. O. ;
Rieder, a. a. O. ;
Goldammer, Paracelsus
2, 89, 2
;
Pfeiffer, a. a. O. ;
Munz, Füetrer. Persibein
256, 4
;