küefenster,
das
.
›Stallfenster‹; auch ütr., dann: ›verborgener Hinterausgang, Schlupfloch‹.
Phraseme:
das kufenster einfebmen
(sic!) ›das Weite suchen‹;
das küefenster treffen
›entwischen‹;
jm. das küefenster weisen / zeigen
›jm. die Tür weisen‹.

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nobd.
,
v. 1486
):
ich hoff, ich wil des tags erleben, | Man werd dir den weck zu dem kufenster hinauß geben.
Fischer, Folz. Reimp.
13, 72
(
Nürnb.
um 1488
):
Der dip nam des küfensters war.
Euling, Kl. mhd. Erz. (
nobd.
,
E. 15. Jh.
):
so rem er sich des kẅfensters, wo das stet | do man aus reit, fert und get.
Sachs (
Nürnb.
1552
):
Ein dieb hab ir den bachen gstoln, | Sey zu dem küfenster nein-gstigen.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
nobd.
,
um 1600
):
So hat er das Küehfenster droffen | Vnd ist seim Herrn dauongloffen.
Fischer, a. a. O.
9a, 213
;
v. Keller, a. a. O. ;