küchel,
das
;
–/-Ø
oder
-e
.
›Küken‹; ütr.: ›Anhänger, Jünger‹.
Bedeutungsverwandte:
.
Syntagmen:
die küchel anrufen / besachen / bewaren / erziehen / sammeln / stürzen
.
Wortbildungen:
küchleinsessen
›Kleinigkeit‹ (dazu phras.:
etw. wird nicht küchleinsessens sein
›etw. wird kein Kinderspiel sein‹).

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
254, 5848
(
Magdeb.
1608
):
Die Eyr hab ich zusam gesparth | Das sie all warn von guter arth | [...] | Die Gluck gesatzt / die kuͤchl erzogen.
Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
dise hant ist die henne | [...] | di ir kuchelin kan bewarn | von den wien und den arm.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
die Fraw [...] | Macht einen grossen Korb von stro, | Darunder sie die Keuchel stuͤrtzt.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob (
omd.
,
1338
):
Pliades, die sterne fin, | Di das povel phliget nennen | Sechs kuechel mit der hennen, | Das ist das sibengestirne.
Feudel, Evangelistar
6, 19
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
wolde ich samen dyne kindere czu glicher wiz alse dy henne sament ere kuͤchele undir ere vlugele.
Jahr, H. v. Mügeln
1762
(
omd.
, Hs.
1463
):
ich glich in gein dem pellican: | sin herze der in milde spelt, | sin blut der küchel leben helt.
Luther, WA (
1536
):
Sed ideo, quod credis in filium und bist sein kuͤchlin.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1608
/
10
):
Darumb so rüstet euch zum streit | Es wird nicht Küchleinsessens sein.
Jahr, a. a. O.
51
;
Karsten, a. a. O. ;