krönung,
die
;
-Ø/–
.
›das Aufsetzen einer Krone als Symbol fürstlicher oder geistlicher Würde oder als Siegeszeichen‹; metonymisch auch die damit verbundene Zeremonie;
Syntagmen:
die k. empfangen / nemen / verbringen / volbringen
;
die k.
(Subj.)
jm. zustehen
;
zu der k. ziehen
;
k. des bischofs / königs
;
akt / tag der krönung
;
bömische / heiligliche / keiserliche / königliche / römische k
.
Wortbildungen:
krönungsstätte
(a. 1475),
krönungssteuer
(a. 1612),
krönungstag
(seit 1582).

Belegblock:

Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
4, 332, 2
(
omd.
,
1429
):
Czum ersten mit dem herren bisschofe czu reden, das her die cronunge wil nemen.
Hertel, UB Magdeb. (
nd.
/
omd.
,
1486
):
nach dem [...] die kurfursten und fursten sich morne fruͦ erheben und gein Ach zu der koniglichen kroninge fuͤgen wollen.
Lippert, UB Lübben
2, 247, 12
(
osächs.
,
1527
):
12 fl. zu der reiße ghen Pragow in schickunge der stete, ßo ßye zur kronung gezcogen gebenn.
v. Birken. Erzh. Österreich (
Nürnb.
1668
):
Nach vollbrachter Kroͤnung / begehrte K. Rudolphus von den Fuͦrsten / jhme den gewoͤhnlichen Eid abzulegen.
Grundmann u. a., A. v. Roes
207, 9
(
alem.
,
15. Jh.
):
hat ime erwelet einen [...] fúrsten [...] in des einhelliger wale und heyliglicher kroͤnunge die genade gottes [...] erschynen ist.
Roloff, Brant. Tsp.
2408
(
Straßb.
1554
):
Nempt hin ir Held [...] Dise krentz von mir [...] | Sollich kroͤnung dem allein zuͦstat | Der ritterlich gefochten hatt.
Koller, Ref. Siegmunds (Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
er wurt genant Friderich an dem tage siner kroͤnunge.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1562
):
Die rö. kay. may. [...] ist bei baiden, der böhmischen und römischen crönung, selbs aigner person gegenwertig gewesen.
Mollay, Ofner Stadtr.
166, 4
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
dÿe ofner, dÿ sullen ÿn irem harnaͤsch hutten vncz das dÿ kronung verpracht wirt.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth ;
Mathesius, Passionale ;
Gille u. a., M. Beheim
261, 41
;
Heidegger. Mythoscopia
60, 14
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. ;