erschätzen,
V.
›etw. abwägen, einschätzen, beurteilen, etw. für gut befinden‹;
vgl. 5.
Wortbildungen:
erschätzung
›Einschätzung, Ermessen‹ (dazu bdv.: vgl. 1).

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
111, 310
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
[dy juncfraw] waz [...] alles tun, | was dann ain muter irem sun | solt und moht gucz erscheczen.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
das er [der husfatter] [...] erschetz was ain iettlicher usß in gemaint, was ietlicher gebotten hab, ob alle die so unser elttfordern entsprengt haben, mit der buwung diser zitt hellind.
Höver, Bonaventura. Itin. A
119
(
moobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Awer dye menig der güeter nach der manigvelltikhayt, [...] verkündt [...] offenbarleychen in got dye vnmessichhait [...] v̈wer allew menschlichhew erschëczumb.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 364
.