ergrünen,
V.
›grün werden, von Neuem austreiben‹ (von Pflanzen); auch refl.; ütr.: ›neue Kräfte sammeln, wieder erstarken‹; vereinzelt trans.: ›jn. zum Blühen bringen‹ (ütr.); vgl. 2; 6, 1; 2; 4; ;
vgl. 2.
Bedeutungsverwandte:
1, , 2.

Belegblock:

Luther, WA Bibel (
1522
):
das yhr der mal eyns widder ergrunet seyt
[
Mentel
1466:
habt [...] bluet
; Var. 1475
2
–1518:
gegronet
;
Luther
1545, Phil. 4, 10:
wacker worden seid
]
von myr zuhalten, wie yhr zuuor von myr gehalten habt.
Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Swa in der erden stet ein stam, | Des sumerlatten sich irgruen, | Zu rehter zit ein wenic bluen.
Die tugent ist ein muter und ein stam | Uz der sich alle tugent ergruen | Und mit der Gotes liebe erbluen.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Luͦg, wie geroͤtet, ergruͤnet und ergilwet in dú minne hat!
wer wil das trurig ertrich, den blossen walt, die dúrre heide noch húre lútselklich ergrünen [...]?
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
so sol der schoͤssling in zway schiechig graben gelegt werden, und so der ergruͤnott, in ainem zain beriefft.