erdrücken,
V.
1.
›etw. zusammendrücken, kneten‹; zu 2, I, 4.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , , .

Belegblock:

Stopp, Kochbuch S. Welserin
60, 9
(
Augsb.
1553
):
erdrúcks
[den Teig]
ain wenig mit den henden, das es ain wenig klain seý.
2.
›jn. / etw. bedrücken, beeinträchtigen‹; zu 2, I, 5.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
3, 2, 2.

Belegblock:

Menge, Laufenb. Reg.
3134
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Bös hitze es
[nächtliches Wachliegen]
erkiket | Den gantzen lybe erdrúket.
3.
›jn. erdrücken, ersticken‹; vgl. 4, I, 6.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 1, 1.

Belegblock:

Luther, WA (
1525
):
er kan myr wol helffen zum eygen todte, als wo er mich erschreckt, auff mich fiel, ersticket odder ertruckt.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
670, 5127
(
Magdeb.
1608
):
Biß sie
[die Pferde]
fuͤr todt danider lagen / | Jhre Reuter selber erdruͤckten.
Wyss, Limb. Chron. (
mfrk.
, zu
1356
):
Auch vurleben zu Basele, vil lude doit, di under den huisen irslagen unde irdrucket worden.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
123, 16
(
tir.
,
1464
):
Ainer armen frauen sun [...] ward erdrukcht vnd getöt in der chirchen vnder dem grossen volkch.