er|1füren,
V.;
zu
mhd.
ervüeren
›wegführen, forttragen‹
;
speziell bair.-öst. auch: ›überfahren‹ (
Dwb, Neub.
8, 1742
).
›etw. überfahren, mit sich reißen, zerstreuen‹;
vgl. 4.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 1; 2, , 1; vgl. , (V.) 3.

Belegblock:

Guth, Gr. Alex. (Hs. ˹
oobd.
,
E. 14. Jh.
˺):
wiß daz wir gleich sein | Dem wepp
[›Kokon (einer Raupe)‹]
daz [...] | [...] | Ains winds erstöret | Wirt pald und erföret.
Da koment wind wider streit, | Die in ir pampilon | Erfürten gar und schön, | Daz sie kainer rü möchten pflegen.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1412
):
alle die die ainem sein vich derfueretn oder ersluegen oder erstechen in frevel, sind verfallen 6 ℔ 2 ₰ und das vich zu bezaln.
Ebd. (
1512
):
wann ainer ain viech mit dem vordern halbwagen erfurt, der sol nach erkanntnuß des richter [...] gewandlt werden.