drähen,
V.;
zu
mhd.
dræhen/dræjen
›hauchen, duften‹
(
Mwb
1, 1359
).
›angenehmen Duft ausströmen / verbreiten, duften, riechen‹.
Keine Belege für das spätere Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
1, 4; vgl. .
Wortbildungen:
tracht
(
der
) ›Geruch, Duft‹.

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
3590
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Ey zucker sußer mandel, | Min susser trostes krisem, | Min sußer drehender bysem.
Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
v. 1496
):
Wer ist die fru auff steyget | [...] | In vollem ruch | Mirr und weiraches drehen?
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
so loͮffent sú doch nach dem suͤssen smack, der da us rúchet von sime heinlichen ingesinde, als die tier dem suͤssen traht, der da us trehet von dem pantier.