ausgründen,
V.
1.
›etw. ergründen, vollständig erfassen, ausloten‹;
Bedeutungsverwandte:
1, 3, 12, 1, , 3; vgl. 2.
Syntagmen:
das mer / herz, den spruch / weg / ursprung, die gerechtigkeit a.

Belegblock:

Schwartzenbach (
Frankf.
1564
):
Außgruͤnden [...]. Mit vernunfft erlangen. Im gemuͤt begreiffen.
Luther, WA (
1530
; Dr.
1532
):
was ist die welt denn ein grosses [...] meer aller bosheit [...], mit gutem schein und farbe geschmuckt, die man nimer mehr ausgruͤnden kan?
Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
1517
/
8
):
Eim solchen hoch gültigen hort | Erkündt noch nie keins lerers sprüch | Aüß gründen noch gancz offenbaren der | Lieb habenden.
Goldammer, Paracelsus.
6, 7, 25
(
1530
):
die deren folgen, die ausgrundent das herz, so in Christo gegen uns ist.
Dietz, Wb. Luther ;
Preuss. Wb. (Z)
1, 301
.
2.
›den Grund von etw. darlegen, etw. genau ausführen‹;
Bedeutungsverwandte:
vgl. 12.

Belegblock:

Meisen u. a., J. Eck
6, 18
(
Leipzig
1520
):
Aber wil ytzt nicht außgrunden dißen anschlag, bruder Luder.