abgötter,
abgötterer,
der
;
-/-Ø.
›Götzendiener, Verehrer fremder Götter, jemand, der Abgötterei treibt‹;
zu 1; 2.
Wortbildungen:
abgötterin
.

Belegblock:

v. Tscharner, Md. Marco Polo
34, 9
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Ouch sint si gar arge abgoter und bose lute.
Altmann, Wind. Denkw. (
wmd.
,
um 1440
):
durch merkung und berat der selben herfundent die ob genanten richter die selbe Johanna ein zauferrerin retterschin aptgötterin anrüferin der túfel versmeherin gotes und siner heiligen abtrünige und irrende zu dickem male an dem glouben Jhesu Cristi.
Gille u. a., M. Beheim
194, 19
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
ir solt das wissen und verstan, | das ein iglich unkeüsch person | aintweder ist unsauber | Oder auf geitikait peger. | das ist ein dinst der abgotter | und ein solcher hat nymer mer | chain tail zu himel reiche.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
[Es]
wär im gesatz von got verpotten, das si einem unglaubigen abötterer underworfen und zinsper solten sein.
Schmitt, Ordo rerum
290, 32
;
Dietz, Wb. Luther ;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .